Wesentliche Aussagen der Diplomarbeit „Designing Society“ von Jördis Heizmann (www.designing-society.de)
die attac Deutschland hat in einer internen Statistik festgestellt, dass rund ein Drittel der Menschen, denen Sozialhilfe zusteht, diese nicht erhalten. In den meisten Fällen lassen sich die Betroffenen bereits bei der Antragstellung infolge der würdelosen Behandlung davon abhalten, um ihr Recht zu kämpfen oder sie stellen die Anträge erst gar nicht
es gibt insgesamt 7,01 Millionen Arbeitslose, davon 870.000 nicht registrierte, 1,87 Millionen in Maßnahmen, 3,48 Millionen registrierte Arbeitslose. Die Zahl der Ein-Euro-Jobber lag Anfang 2007 bei 340.000. Vom Etat der Bundesagentur für Arbeit landet nur die Hälfte bei den Arbeitslosen
Hartz IV bedeutet 360 Euro Brutto-Warmmiete für einen Alleinstehen, 440,- Euro für ein Paar.
die Arbeitslosenzahlen sind doppelt so hoch, wie es Hartz/Schröder vor Einführung der Hartz-Gesetze vorhergesagt haben
das Bruttoinlandsprodukt entsteht zu 0,9 % in der Landwirtschaft (Primärer Sektor), 29,6% in der Industrie und im Baugewerbe (Sekundärer Sektor) und zu 69,5% im Dienstleistungsbereich (Tertiärer Sektor)
wichtige Exportgüter sind Autos und Autoteile, Maschinen sowie chemische Erzeugnisse
Die deutsche Gesellschaft besteht aus 20 Millionen Rentnern, 26 Millionen sozialversicherungspflichtig beschäftigten, 7 Millionen geringfügig beschäftigten, 4 Millionen selbständigen, 7 Millionen arbeitslosen, 4 Millionen auszubildenden, 14 Millionen minderjährigen. Nicht einmal mehr die Hälfte aller deutschen ist im erwerbsfähigen Alter. Von den erwerbsfähigen ist etwas mehr als die Hälfte in einem versicherungspflichtigen Vollzeitjob. Jeder Normalangestellte muss heute 2-3 Kinder, Arbeitslose, Rentner usw. mitfinanzieren
Durchschnittliches Jahresgehalt eines Arbeitnehmers: Bruttoarbeitskosten 33.206,- Euro, Bruttoentgeld 26.683,- Euro, Nettoentgeld 17.319,- Euro
3 Millionen Arbeitnehmer haben Niedriglohn-Jobs
Anteil der deutschen Produkte am weltweiten Export 2006 9,2% - Deutschland war weltweit auf Platz 2 der Importeure.
laut attac gab es weltweit noch niemals soviel Wohlstand wie heute. Das Geldvermögen privater Haushalte in Deutschland lag 2006 ohne Immobilien und ohne vorhandene Güter bei über 4 Billionen Euro, die Einkommen der ärmeren 50% der Bevölkerung sind innerhalb 10 Jahren bis 2006 um 2,9% gesunken, die der reicheren 50% um 6,4% gestiegen. Die tatsächliche Armutsquote liegt bei 13% ohne Transfereinkommen würde sie bei 44% liegen.
die Arbeitsplätze des Aufschwungs 2007 entstanden eher im Zeitarbeitsbereich und Niedriglohnbereich. Diejehnigen Arbeitnehmer, die das Wachstum erarbeiten, erhalten maximal 3% Lohnerhöhung.
den gemeldeten Arbeitslosen stehen ca. 10% offene Stellen gegenüber. Nur noch 60% aller Arbeitsverhältnisse waren 2002 normale Arbeitsverhältnisse, also unbefristet und versicherungspflichtig
die Geburtenrate in Deutschland liegt bei 1,37, der Kinderwunsch bei Männern bei 1,59 bei Frauen 1,75.
bei den über 14-jährigen der Gesellschaft sind: 36% ehrenamtlich engagiert, 34% ehrenamtlich aktiv ohne Organisation, 30% nicht aktiv. Dabei ist in allen Altersgruppen diese Beteiligung unabhängig von der sonstigen Beteiligung - bei 23% besteht ein beruflicher Zusammenhang.
der Sozialstaat hat ein Volumen erreicht, dass mehr Geld und Zeit in die Verwaltung seiner selbst verschwindet als dass es den Bedürftigen zugute kommt
nach Lothar Späth und Herbert A. Henzler (mc kensey) war schon 1993 das bundesdeutsche Automationspotenzial so, dass die Arbeitslosigkeit auf 38% gestiegen wäre, hätte man dies umgesetzt; dieser Trend hält ununterbrochen an.
der Umfang der Schwarzarbeit wird von der Bundesregierung auf rund 370 Milliarden Euro jährlich geschätzt (17% BIP), bei einem Stundenlohn von 15 Euro ergäben das 12,8 Millionen Vollzeitstellen.
die Summe der Eigenheimsubventionen übersteigt die Summe des Wohngeldes
500.000 Arbeitnehmer beziehen die Aufstockung ihres Lohnes auf Hartz IV-Niveau, weil ihre Arbeit nicht genug einbringt. Etwa 1,9 Millionen hätten darüber hinaus einen gleichen Anspruch
allein die Verwaltung von ALG 1 und ALG 2 kostet jährlich 6 Milliarden Euro
Das Ehegatten-Splitting kommt heute zu 35% Paaren ohne Kinder zugute
Durch das BGE der Linken würden 2/3 aller Arbeitnehmer besser gestellt
Deutschland hat in Europa die niedrigste Geburtenrate und das höchste Wachstum von Kinderarmut
ALG 2 beträgt bundesweit im Durchschnitt 661,- Euro inklusive Zulagen
der Anteil des Sozialstaates am BIP von ca. 35% hätten umgelegt 2006 monatlich zu einem BGE von 822,- Euro für jeden Bürger oder von jährlich 9864 geführt.
das Existenzminimum betrug 2006 7356,- Euro
vom Volkseinkommen (Nettosozialprodukt zu Faktorkosten = Einkommen von Unternehmern und Arbeitnehmern) landen 33% jedes Euros wieder beim Staat
sozial-versicherungspflichtige beschäftigte haben von 2001-2005 um 1,6 Millionen auf 26,2 Millionen abgenommen.
Erstellt von Volker Stöckel, Osnabrück.