Wirtschaftwissenschaftliche Basics
Wirtschaftlichkeitsprinzipien im individuellen (betriebswirtschaftlichen) Sinne
Gossensche Gesetze
Wirtschaftlichkeitsprinzip im kollektiven (Pareto) Sinne
Gerechtigkeitsprinzipien (Rawls)
Hauptsätze der Wohlstandsökonomik
Alles im Universum betreibt sich oder wird betrieben, beim Leben ist es so, dass es sich selbst betreibt. In diesem Sinne handelt es sich bei allem und jedem um Betriebe, die entsprechend ihrem Existenz-Ziel dann erfolgreich sind, wenn sie im betriebswirtschaftlichen (individuellen) Sinne den Wirtschaftlichkeitsprinzipien entsprechen.
Alle diese Regeln sind inherent, wenn es darum geht, dass Menschen individuell Wohlergehen erlangen sollen. Jedoch kommt beim Menschen noch ein erweitertes Element hinzu, dass des Kollektivismus. Dementsprechend muss das Wirtschaftlichkeitsprinzip angepasst sein (Pareto) und darüber hinaus beim intelligenten Wesen noch der Gerechtigkeit entsprechen (Ralws).
Diese wirtschaftswissenschaftlichen Basics gelten weltweit überall und für jeden Menschen, der leben will. Ein Verstoß gegen sie führt immer zu Schädigungen (Verschwendung) und kann den Untergang des Menschen im weiten Sinne bedeuten. Die Regeln gelten unter der Voraussetzung der heute bekannten Naturgesetze des Universums. Alle Regeln sind relativ und somit unter allen Bedingungen anwendbar. Selbst, wenn man einen Zusammenhang durch Veränderung der Voraussetzungen kippt, lässt sich ein neuer Zusammenhang unter veränderten Voraussetzungen unter gleicher Regelung feststellen. Dementsprechend ist die VWL eine Lehre der Relationen, deren o.g. Regeln sogar von den Naturgesetzen unabhängig zu sein scheint.
Im einzelnen individuell:
Wirtschaftlichkeitsprinzipien im individuellen Sinne
Das bestmögliche Ergebnis erzielt man dann und nur dann, wenn man:
zu gegebenem Input den maximalen Output erzielt
Beispiel: Wenn jemand einen Kuchen backen will und dafür alle Zutaten bereitstehen, so ist sein Ziel, dass der daraus gebackene Kuchen so gut wie nur irgend möglich schmeckt. Niemand wird freiwillig zu viel Salz dazugeben oder zu viel Zucker. Obwohl beides aus versehen passieren kann, wäre es bewusst Unsinn.
einen gegebenen Output mit minimalem Input erzielt
Beispiel: Wenn jemand eine Ware zu einem bestimmten Preis kaufen will und weiß, dass der Verkäufer noch bereit ist, diesen Preis zu senken, in dem der z. B. Skonto zieht, wäre es von jemandem Unsinn, diesen Skonto nicht einzufordern. Wenn die gleiche Ware ganz in der Nähe sogar noch erheblich billiger von einem anderen Verkäufer angeboten wird, wäre es ähnlich unsinnig, die Ware beim teureren Verkäufer zu kaufen.
Gossensche Gesetze
Erstes Gossensches Gesetz
"Die Größe ein und desselben
Genusses nimmt, wenn wir mit der Bereitung des Genusses
ununterbrochen fortfahren, fortwährend ab, bis zuletzt Sättigung
eintritt."
Zweites Gossensches Gesetz
"Der Mensch, dem die Wahl zwischen mehreren
Genüssen frei steht, dessen Zeit aber nicht ausreicht, alle
vollaus sich zu bereiten, muß, wie verschieden auch die
absolute Größe dieser Genüsse sein mag, um die Summe
seines Genusses zum Größten zu bringen, bevor er auch nur
den größten sich vollaus bereitet, sie alle theilweise
bereiten, und zwar in einem solchen Verhältniß, daß
die Größe eines Genusses in dem Augenblick, in welchem
seine Bereitung abgebrochen wird, bei allen noch die gleiche bleibt."
Drittes Gossensches Gesetz
Bei einer Wiederholung der Bedürfnisbefriedigung
nimmt die Intensität der Bedürfnisse ab (dynamische
Betrachtungsweise, da ein Zeitintervall berücksichtigt wird).
Mit diesen Regeln beschreibt Gossen folgendes: Wenn ein Mensch durst hat und trinkt, lässt mit jedem Schluck der Durst nach bis der Mensch nicht mehr durstig ist. Wenn der Mensch trotzdem immer weiter trinkt, ertrinkt und stirbt er. Jeden Tag nur Wasser zu trinken, ist dabei nicht gerade reizvoll.
Im einzelnen kollektiv:
Wirtschaftlichkeitsprinzip im kollektiven Sinne
Pareto-Prinzip: Ein (kollektiver gesellschafts-) Zustand ist dann optimal, wenn es nicht mehr möglich ist, eine Person besser zu stellen, ohne eine andere Person schlechter zu stellen. Wenn es aber eine Möglichkeit gibt, eine Person besser zu stellen ohne eine andere Person schlechter zu stellen, gibt es keinen Grund, dies nicht zu tun.
Gründe dafür dies doch zu tun, könnten verteilungsbedingt sein. Diese Fragen werden behandelt mit dem Konzept der Gerechtigkeit.
Gerechtigkeitsprinzipien (Rawls)
Die Frage der Gerechtigkeit ist individuell, d.h. in jedem Menschen verankert. Um zu gemeinschaftlicher Gerechtigkeit zu gelangen, ist z. B. ein demokratisches Verfahren geeignet. Eins von wohl jedem Menschen zu verstehendes Gerechtigkeitskriterium ist das von Ralws, das fordert, dass der Wohlstand einer Gemeinschaft sich anhand des Wohlstandes der jehnigen Person erkennen lässt, deren Wohlstand im Verhältnis zu allen anderen am geringsten ist; implizit folgt aus der Forderung, den Wohlstand aller zu maximieren, dass auch der Wohlstand dieser Person relativ hoch ist.
Meistens bedeutet dies daher Umverteilung, was aber zu Ineffizienzen führt. Deshalb bedeutet Gerechtigkeit oft den Verlust von Effizienz und der Gewinn von Effizienz mitunter Ungerechtigkeit. Deshalb spricht man von einem Trade-off dieser inversen Relation zwischen Effizienz und Gerechtigkeit.
Fragen der Gerechtigkeit lassen sich eher der Jurisprudenz zuordnen, Fragen der Effizienz eher den Wirtschaftswissenschaften. Da aber beide über den genannten Trade-off zusammenhängen, lässt sich keine eineindeutige Trennung vollziehen. Hieraus ergeben sich in den zur Durchsetzung der Paretianischen Wohlstandsökonomik (Allokationstheorie) für die Wirtschaftswissenschaften die Hauptsätze der Wohlstandsökonomik.
Grundsätze der Wohlstandsökonomik
Erster Hauptsatz:
Jedes mikroökonomische totale Konkurrenzgleichgewicht ist Pareto-optimal.
Damit wird zunächst in etwa eines gesagt: Wenn alle Güter unter den Menschen verteilt sind, kann man nur noch dann einem Menschen mehr Güter geben, wenn man diese vorher einem anderen Menschen nimmt. Das hat nichts mit Gerechtigkeit zu tun, denn auch wenn einer alle Güter besitzt und alle anderen keine Güter haben, wäre dieses Kriterium erfüllt. Das Kriterium identifiziert nur eben jenen Zustand, in dem alle Güter verteilt sind unabhängig davon, ob die Verteilung gerecht ist.
Zweiter Hauptsatz:
Jedes Pareto-Optimum kann durch ein spezifisches Preissystem und eine bestimmte Verteilung der Faktorbestände auf die Haushalte zu einem mikroökonomischen totalen Konkurrenzgleichgewicht ergänzt werden.
Damit wird gesagt, dass wenn klar ist, welches Vermögen jeder einzelne besitzt, durch eine bestimmte Preissetzung über die Interaktion der Menschen eine Umverteilung stattfinden kann, die zu einer neuen (gewollte) Verteilung führt. Eine ungewollte Art dieses Mechanismus ist z. B. die Inflation, eine gewollte z. B. die Energiepreissetzung.